GEFÜHLE
Es war einmal eine Insel, wo alle verschiedenen Gefühle lebten.
Das Glück, die Traurigkeit, das Wissen und all die Anderen..... auch die
Liebe.
Eines Tages meldete man den Gefühlen, dass die Insel sinken wird. So
bereiteten sie ihre Schiffe vor und verließen die Insel. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Moment bleiben.
Als die Insel unterging, rief sie um Hilfe. Der Reichtum war in der Nähe mit einem Luxusschiff.
Die Liebe fragte ihn: Reichtum, kannst du mir helfen? - Nein, weil ich zu viel Geld und Gold auf
meinem Schiff habe, so hab ich keinen Platz für dich.
Die Liebe fragte sodann
den Hochmut um Hilfe, der auch in der Nähe mit seinem wunderschönen Boot vorbeifuhr. Ich kann dir nicht helfen. Du bist ganz nass, du könntest mein Schiff beschmutzen.
Als die Traurigkeit nicht weit vorbeisegelte, fragte die Liebe: Traurigkeit, lass mich mit dir
gehen! Oooh... Liebe, ich bin soo traurig, ich möchte besser alleine bleiben. Auch das Glück ist weiter gefahren. Es war sooo glücklich, dass es die Liebe nicht hörte...
Und plötzlich hörte die Liebe eine Stimme: Komm, komm mit! Ich nehm dich mit. Das war ein alter
Mann, der gesprochen hatte. Die Liebe war so glücklich, so zufrieden, dass es nicht nach seinem Namen gefragt hat.
Als beide auf festem Boden ankamen, ging der Alte weg. Die Liebe merkte, wie viel es dem Alten schuldete und fragte das Wissen: Wer hat mir
geholfen?
Das war die Zeit, antwortete das Wissen. Die Zeit?!?, fragte die
Liebe, aber warum hat die Zeit mich gerettet?
Das Wissen lächelte weise und
antwortete ihr: Weil nur die Zeit verstehen kann, wie wichtig Liebe im Leben ist.....
Warum Mami?
Alkohol am Steuer: Tod einer Unschuldigen
Ich ging zu einer Party, Mami,
und dachte an deine Worte.
Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken
und so trank ich keinen Alkohol.
Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso,
wie Du es vorhergesagt hattest.
Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken.
Mami.... auch wenn die anderen sich mokierten.
Ich weiß, das es richtig war, Mami
und dass Du immer recht hast.
Die Party geht langsam zuende, Mami
und alle fahren weg.
Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich,
dass ich heil nach Hause kommen würde:
Aufgrund Deiner Erziehung -
so verantwortungsvoll und fein.
Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Straße ein.
Aber der andere Fahrer sah mich nicht
und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.
Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami,
hörte ich den Polizisten sagen,
der andere sei betrunken.
Und nun bin ich diejenige,
die dafür büßen muss.
Ich liege hier im Sterben, Mami,
ach bitte,
komm doch schnell......
Wie konnte mir das passieren?
Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon.
Ringsherum ist alles voll Blut, Mami,
das meiste ist von mir......
Ich höre den Arzt sagen, Mami,
dass es keine Hilfe mehr für mich gibt.
Ich wollte dir nur sagen,
Mami, ich schwöre es,
ich habe wirklich nichts getrunken.
Es waren die anderen, Mami,
die haben einfach nicht nachgedacht.
Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami. Der einzige Unterschied ist nur:
Er hat getrunken,
und ich werde sterben.
Warum trinken die Menschen, Mami?
Es kann das ganze Leben ruinieren.
Ich habe jetzt starke Schmerzen,
wie Messerstiche so scharf.
Der Mann, der mich angefahren hat, Mami,
läuft herum, und ich liege hier im Sterben......
Er guckt nur dumm.
Sag´ meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami.
Und Papi soll tapfer sein.
Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami,
schreibt "Papis Mädchen" auf meinen Grabstein.
Jemand hätte es ihm sagen soll, Mami,
nicht trinken und dann fahren.
Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami,
würde ich noch leben.
Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe Angst.
Bitte, weine nicht um mich, Mami.
Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte.
Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami,
bevor ich von hier fortgehe:
Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken,
warum bin ich diejenige,
die sterben muss ? ? ?
Anmerkung:
Dieser Text in Gedichtform war an
der Springfield High School (Springfield, VA, USA) im Umlauf, nachdem eine Woche zuvor zwei
Studenten bei einem Autounfall
getötet wurden.
Unter dem Text stand folgende Nachricht:
JEMAND HAT SICH DIE MÜHE GEMACHT,
DIESES GEDICHT ZU SCHREIBEN.
GIB ES BITTE AN SOVIELE
MENSCHEN WIE MÖGLICH WEITER.
WIR WOLLEN VERSUCHEN,
ES IN DER GANZEN WELT ZU
VERBREITEN,
DAMIT DIE LEUTE ENDLICH BEGREIFEN,
WORUM ES GEHT.
ICH HATTE DICH
LIEB
Am Morgen bist du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - Hurra! Wir fuhren mit dem Wagen und
du hast am Straßenrand gehalten. Die Tür ging auf und du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte, um ihn dir zu bringen. Als ich
zurückkam, warst du nicht mehr da! In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um dich zu finden, aber ich wurde immer schwächer. Ich hatte Angst und großen Hunger.
Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf deine Rückkehr. Aber du bist nicht gekommen. Dann wurde mein Käfig
geöffnet, nein, du warst es nicht - es war der Mann, der mich gefunden hatte. Er brachte mich in einen Raum - es roch nach Tod! Meine Stunde war gekommen. Geliebtes Herrchen, ich will, dass du weißt,
dass ich mich trotz allen Leidens, das du mir angetan hast, immer noch an dein Bild erinnere. Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte - ich würde auf dich zulaufen, denn ICH HATTE
DICH LIEB!!!!
Diese traurige Geschichte stammt aus einer belgischen Zeitung mit der Bitte, sie zu verbreiten. Wenn mit Hilfe dieser Geschichte auch nur ein einziger Hund oder eine einzige Katze vor einem solchen
Schicksal bewahrt wird, ist schon viel gewonnen!
Ruf der Lebendigkeit
Es interessiert mich nicht, wie du dein Geld verdienst.
Ich will wissen, wonach du dich sehnst und ob du es wagst, davon zu träumen, der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen.
Es interessiert mich nicht, wie alt du bist.
Ich will wissen, ob du es riskierst, dich für die Liebe lächerlich zu machen, für deine Träume, für das Abenteuer lebendig zu sein.
Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob du den Kern deines eigenen Lebens berührt hast, ob du durch die Enttäuschungen des Lebens geöffnet worden bist oder zusammengezogen und verschlossen vor Angst vor weiteren
Schmerzen.
Ich will wissen, ob du im Schmerz stehen kannst, meinem oder deinem eigenen, ob du mit Wildheit tanzen und dich mit Lebendigkeit füllen lassen kannst bis in die Spitzen deiner Finger und Zehen.
Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die du mir erzählst, wahr ist.
Ich will wissen, ob du einen anderen verletzen kannst, um dir selber treu zu bleiben, ob du den Vorwurf des Verrates ertragen kannst und nicht deine eigene Seele verrätst.
Ich will wissen, ob du dir treu sein kannst und darum vertrauenswürdig.
Ich will wissen, ob du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist und ob du aus tiefstem Herzen leben kannst.
Ich will wissen, ob du mit Versagen leben kannst, deinem und meinem und trotzdem am Ende eines Sees stehen kannst, um dem silbernen Vollmond zuzurufen:
JA.
Oriah Mountain Dreamer (indianischer Ältester)
Der Einsame
Wer
einsam ist, der hat es gut,
Weil
keiner da, der ihm was tut.
Ihn
stört in seinem Lustrevier
Kein
Tier, kein Mensch und kein Klavier,
Und
niemand gibt ihm weise Lehren,
Die
gut gemeint und bös zu hören.
Der
Welt entronnen, geht er still
In
Filzpantoffeln, wann er will.
Sogar
im Schlafrock wandelt er
Bequem
den ganzen Tag umher.
Er
kennt kein weibliches Verbot,
Drum
raucht und dampft er wie ein Schlot.
Geschützt
vor fremden Späherblicken,
Kann
er sich selbst die Hose flicken.
Liebt
er Musik, so darf er flöten,
Um
angenehm die Zeit zu töten,
Und
laut und kräftig darf er prusten,
Und
ohne Rücksicht darf er husten,
Und
allgemach vergisst man seiner.
Nur
allerhöchstens fragt mal einer:
Was,
lebt er noch? Ei, Schwerenot,
Ich
dachte längst, er wäre tot.
Kurz,
abgesehen vom Steuerzahlen,
Lässt
sich das Glück nicht schöner malen.
Worauf
denn auch der Satz beruht:
Wer
einsam ist, der hat es gut.
Wilhelm
Busch (1832-1908)
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